Ungarn
Budapest, Ungarn

Apotheke ist Familiensache

DIE APOTHEKE AM RANDE DER BUDAPESTER INNENSTADT GEHÖRT MÁRIA SZAKVÁRY UND IHREM SOHN GÁBOR LUKÁCS ERST SEIT ACHT JAHREN.

Doch sie hat schon eine bewegte Zeit hinter sich. Zum Glück können sich die Eigentümer heute freuen, wenn sie die Geschichte ihrer Apotheke erzählen: Der Umsatz hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt, die Zahl der Kunden wächst stetig und der Gewinn stimmt.

Es ist das glückliche Ende eines Abenteuers, das 2010 beginnt. Damals macht der Sohn den Abschluss in Pharmazie. Mit seiner Mutter, ebenfalls Apothekerin, will er sich selbstständig machen. Da es in Ungarn praktisch unmöglich ist, neue Apotheken zu eröffnen, müssen sie ein bestehendes Geschäft kaufen. In einem Einkaufszentrum finden sie eine Apotheke – zwar nicht gut geführt, aber sie trauen sich zu, das Steuer rumzureißen.

Nach der Unterschrift kommt das böse Erwachen. Die Buchführung ist falsch, die Schulden sind zu hoch und es fehlt Geld. Die Krise wirkt sich beruflich und privat aus. Denn Verwandte hatten ihnen Geld für den Kauf geliehen. „Die Familie hat das sehr belastet“, sagt Mária Szakváry.

Sie beraten sich und kommen zu dem Schluss: Scheitern ist keine Option. Bei der Sanierung konzentrieren sie sich zunächst auf die Lagerhaltung. Sie wollen den Vorrat vergrößern und damit das Angebot erweitern. In ihrer Lage ist das schwierig. Denn Lager binden Geld – und davon haben sie im Moment nicht viel.

Gemeinsam mit ihrem Großhändler entwerfen sie eine Strategie. Der für sie zuständige Vertriebsleiter der PHOENIX Pharma Ungarn berät sie bei der Lösung ihrer Probleme. Auch schafft er es, den finanziellen Druck zu lindern. Die Mühe lohnt sich. Zwei Jahre später ist die Apotheke über den Berg. Mutter und Sohn atmen auf. „PHOENIX hat uns gerettet“, sagt Mária Szakváry. Doch für profitable Apotheken ist es schwer, auf Dauer im umkämpften ungarischen Markt zu bestehen. Wie erreicht man, dass Kunden die eigene Apotheke besuchen und nicht die der Konkurrenz? Womöglich könnte eine bekannte Marke wie ein Magnet wirken.

PHOENIX hat uns gerettet

Der Sohn findet die Lösung bei der Apothekenkette BENU, die ebenfalls zur PHOENIX group gehört. Sie betreibt in Ungarn nicht nur eigene Filialen, sondern auch ein Franchise-System. Unabhängig sein und trotzdem die Vorteile einer internationalen Kette mit Tausenden Filialen genießen? Keine schlechte Idee. Außerdem entsprechen Farben, Formen und Einrichtung genau dem, was seine Mutter und er sich vorgestellt haben. Im Jahr 2014 schließen sie sich BENU an. Sie werden die achte BENU Franchise-Apotheke in Ungarn, heute gibt es mehr als 100.

Der in die Jahre gekommene Verkaufsraum wandelt sich in eine moderne Apotheke mit viel Licht und freundlichem Ambiente. Experten von BENU weisen auf Produkte hin, die bei den Kunden gut ankommen, und sie wissen, wo sie am besten platziert werden müssen. Beim Umbau achten sie auf Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Barrierefreiheit. Kinderwagen lassen sich mühelos in die Apotheke schieben. Deshalb kommen heute vor allem junge Eltern gern in die Apotheke.

Das Geschäft floriert. Es gibt viel zu tun. Die Apotheke braucht mehr Personal. Bis die neuen Stellen besetzt sind, nutzen die Eigentümer die Flexibilität eines Familienbetriebs. Die Mutter will mit 68 Jahren ohnehin noch nicht aufhören. Ihrem 40-jährigen Sohn ist das nur recht. Er hat zwei Kinder, sie sind fünf Jahre und sieben Monate alt. Es kommt schon mal vor, dass er sich überraschend freinehmen muss. Wie gut, dass seine Mutter ihm beruflich den Rücken freihalten kann.

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