lokal & umsetzungsstark

Zwei starke Säulen

Rumänien war einer der letzten weißen Flecke der PHOENIX group in Europa. Doch durch die erfolgreiche Übernahme einer Apothekenkette und eines Großhändlers kann sie jetzt das gesamte Land umfassend mit Gesund­heitsleistungen versorgen.

Alexandru Matei blickt voll Zuversicht ins nächste Jahr. Er leitet im Bukarester Vorort Corbeanca eine Filiale der landes­weiten rumänischen Apothekenkette Help Net, die seit Kurzem zur PHOENIX group gehört. „Unter dem neuen Dach werden unsere Produkte noch schneller verfügbar sein“, sagt der 33-Jährige. Dazu tragen vor allem die jahrzehntelange Erfahrung und die logistische Kompetenz der PHOENIX group bei. Viele seiner Kunden freuen sich über eine große Auswahl an frei verkäuf­lichen Artikeln. Oft kommen sie ohne Rezept, suchen Hautcremes, Waschlotionen oder Schmerzmittel. Matei ist sicher: „Für die alltäglichen Belange der Menschen kann ich die Attrak­tivität meines Angebots deutlich steigern.“ Er sehe täglich, wie eine hohe Produktverfügbarkeit den Menschen und ihrer Gesundheit nutzt. Deshalb bringe ihm die Zusammenarbeit mit der PHOENIX group schon jetzt viel Freude.

Rat mit Substanz: Die Angestellten von Help Net lassen sich regelmäßig in firmeneigenen Akademien weiterbilden. Deshalb können sie ihre Kunden fachgerecht beraten

Im Jahr 2018 kaufte der europaweit tätige Konzern neben Help Net auch den Pharmagroßhändler Farmexim und ist nun 25 Jahre nach seiner Gründung in 27 Ländern aktiv. Rumänien ist einer der letzten osteuropäischen Märkte, in dem das Unternehmen Fuß fasst. In dem Land mit 20 Millionen Einwohnern nimmt der Absatz von Gesundheitsprodukten zu. Im ersten Quartal 2018 wurden 21 Prozent mehr verschreibungspflichtige Artikel im Vergleich zum Vorjahr verkauft. Der Umsatz mit frei verkäuflichen Arzneimitteln nahm um 13 Prozent zu. Ein Fünftel aller verkauften Medikamente sind Generika. 

Dank des breiten Sortiments und der modernen Einrichtung besuchen derzeit 2,7 Millionen Kunden die Apotheken von Help Net. Dabei soll es nicht bleiben. „Wir wollen unser Angebot weiter­entwickeln“, sagt Marko Grünewald, Head of Corporate Development, Mergers & Acquisitions der PHOENIX group. Die Zahl der Apotheken soll steigen. Neue Lizenzen sind allerdings kaum zu haben. Denn schon heute kommen in Rumänien 2.500 Ein­wohner auf eine Apotheke – ein Drittel mehr als im EU-Schnitt. Wer sein Netz erweitern will, muss bestehende Lizenzen oder eine ganze Kette kaufen.

Vor Ort in Rumänien

Rumänien ist das 27. Land, in dem die PHOENIX group vertreten ist. Es gibt 8.200 Apotheken, 80 Prozent liegen im städtischen Umfeld. Ein Viertel aller Apotheken gehören einer Kette an. Generika haben einen Marktanteil von 20 Prozent.

Ein vielversprechender Markt in Bewegung

Eine Übernahme ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, in Rumänien zu wachsen. Das von Farmexim entwickelte Kooperationsprogramm Benefica bietet unabhängigen Apotheken eine Partnerschaft an. Wer mitmacht, profitiert von maßgeschneiderten Dienstleistungen und Fortbildungsangeboten. Es komme darauf an, auch die unausgesprochenen Bedürfnisse der Kunden zu erfassen, sagt Gabriela Boghiu, Qualitätsmanagerin von Farmexim. „Das hilft uns dabei, den Service und das Produktangebot ständig zu verbessern."

In Rumänien bewegt sich nicht nur der Einzelhandel, auch Großhändler ordnen sich neu. Sie bauen moderne Lager auf und verbessern ihre Warenwirtschaftssysteme. Die neue Tochter Farmexim kann dabei den logistischen Sachverstand eines integrierten Gesundheitsdienstleisters nutzen – was Vorteile im Wettbewerb bringt.

Die PHOENIX group hat sich in den vergangenen Jahren ein logistisches Netz in Osteuropa aufgebaut. Das Rückgrat bilden Drehkreuze in Warschau, Prag und Belgrad. Im Auftrag von Pharmaherstellern lagern dort Tausende Arzneimittel. Logistikexperten verpacken sie in kleinere Einheiten und transportieren sie zu regionalen Vertriebszentren.

Seit kurzer Zeit gehören die zehn Vertriebszentren dazu, die Farmexim in Rumänien unterhält. Dadurch wird es für Pharmahersteller attraktiver, die Dienste der PHOENIX group als Logistikdienstleister der Region in Anspruch zu nehmen. Das wiederum schlägt sich in schnelleren Lieferungen nieder – und führt dazu, dass mehr Menschen Apotheken wie die von Alexandru Matei besuchen werden.

Erfahren Sie mehr in unserem aktuellen Geschäftsbericht