Pharmazeutische Chemie

A common mechanism allows selective targeting of GluN2B subunit-containing N-methyl-D-aspartate receptors

Prof. Dr. Bernhard Wünsch, Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Der N-methyl-D-aspartate (NMDA)-Rezeptor ist einer der wichtigsten Ca2+ -Ionenkanäle des Zentralen Nervensystems. Fehlfunktionen oder Überaktivität können zu ernsthaften physiologischen und kognitiven Beeinträchtigungen führen. Vor allem der GluN2B-selektive NMDA-Rezeptor wird mit vielen neurodegenerativen Krankheiten wie zum Beispiel Huntington, Alzheimer oder Parkinson in Verbindung gebracht. Überaktivität des NMDA-Rezeptors führt zu einer hohen intrazellulären Ca2+-Konzentration und folglich zum Zelltod. Das Forschungsteam entdeckte den „foot-in-the-door“-Mechanismus, der zum grundlegenden Verständnis der Inhibition – also Hemmung – des NMDA-Rezeptors durch GluN2B-selektive Antagonisten beiträgt. Die Erkenntnisse bieten außerdem die Basis für die gezielte Entwicklung selektiver GluN2B-Antagonisten, die zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen eingesetzt werden könnten.