Wertschöpfung

Medikamente: Besonders sensibel!

Arzneimittel sind empfindliche Güter: Sie müssen innerhalb bestimmter Temperaturen gelagert und transportiert werden und benötigen einen äußerst sorgfältigen Umgang. Viele PHOENIX-Mitarbeiter, vom Lagerarbeiter bis zur Apothekerin arbeiten täglich daran, dass die Medikamente unbeschadet bei den Patienten ankommen.

 Ein Medikament kann schnell zu umweltschädlichem Sonderabfall werden: Ist etwa die Verpackung beschädigt oder das Verfallsdatum überschritten, darf das Produkt nicht mehr verkauft werden, sondern muss fachgerecht entsorgt werden. Solche pharmazeutischen Abfälle sind teuer und belasten die Umwelt. Um sie zu reduzieren, haben wir in den vergangenen Jahren viel unternommen.

So sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter in Trainings und setzen zum Beispiel Mitarbeiter-Ideen um, wie wir die Zahl beschädigter Verpackungen verringern können.

Die Maßnahmen variieren in den einzelnen Ländern, alle Gesellschaften befolgen jedoch die gesetzlichen Bestimmungen und die Leitlinien der guten Vertriebspraxis für Arzneimittel (Good Distribution Practice oder kurz GDP). Zum Umgang mit Arzneimitteln haben wir uns bei PHOENIX-Mitarbeitern in Serbien an verschiedenen Stationen der Wertschöpfungskette umgehört. 

  • 1. Im Vertriebszentrum

    “Am wichtigsten im Umgang mit den Waren ist es, die Seriennummer und das Verfallsdatum zu kontrollieren. Außerdem befolgen wir die jeweiligen Anweisungen zu den Produkten. Zum Beispiel achten wir bei kühlpflichtigen Arzneimitteln ganz genau auf die richtige Temperatur. Um die Verpackungen zu schützen, verwenden wir unter anderem stabile Transportboxen. Empfindliche Produkte, wie zum Beispiel kleine Glasflaschen, werden extra mit Schutzfolie gepolstert."

    – Arsic Aleksandar, Lagermitarbeiter

  • 2. Unterwegs mit Transmed

    „Zuerst überprüfe ich am Fahrzeug, ob es auf die richtige Temperatur für den Transport von pharmazeutischen Produkten eingestellt ist. Auch der Ladevorgang wird kontrolliert. Ordnungsgemäße Bedingungen sind beim Transport von Arzneimitteln sehr wichtig, damit es keine Qualitätsverluste durch Beschädigungen oder Temperaturveränderungen gibt. Natürlich erhält jeder Fahrer Schulungen, etwa zur guten Vertriebspraxis und den Arbeitsabläufen. Zudem gibt es im Versandzentrum Hinweistafeln mit genauen Anweisungen für den Umgang mit der Ware.”

    – Ivan Topalovic, transmed Mitarbeiter (Fahrer)

  • 3. In der Apotheke

    „Wir Apotheker nehmen sämtliche angelieferte Medikamente in den Bestand auf und kontrollieren diese. Dabei überprüfen wir die Seriennummer, das Verfallsdatum, mögliche Beschädigungen, und ob alle notwendigen Angaben auf der Verpackung aufgedruckt sind. Gute IT-Software ist unverzichtbar, um einen Überblick über den Bestand zu haben. Wir haben viele Schulungen, unter anderem zu pharmazeutischem Wissen, zu neuen Produkten oder zur guten Vertriebspraxis."

    – Olja Blagojevic, Apothekerin

  • 4. Zu Hause

    Tipps zur Aufbewahrung von Medikamenten

    • Arzneimittel möglichst in der Originalverpackung aufbewahren
    • Angaben auf der Verpackung zur Lagerung beachten, zum Beispiel zur Aufbewahrungstemperatur
    • Arzneimittel niemals großer Hitze oder direktem Sonnenlicht aussetzen und möglichst nicht im Badezimmer aufbewahren
    • Arzneimittel, die im Kühlschrank gelagert werden müssen, nicht einfrieren
    • Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
    • Wohin mit alten Medikamenten? Die Entsorgung ist in Europa, je nach Land oder Region, unterschiedlich geregelt. Deshalb sollte man sich bei den jeweiligen Behörden erkundigen oder auf deren Internetportalen nachsehen. Auf keinen Fall dürfen Altmedikamente über die Toilette oder die Spüle entsorgt werden, damit sie nicht ins Abwasser gelangen und dort erheblich die Umwelt belasten.